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Dokfilm Länge: 43Min.

Jede dritte der weltweit rund 6500 Nutztierrassen ist vom Aussterben bedroht. Die moderne Landwirtschaft verwendet heute nur noch weinige, aber besonders leistungsfähige Nutztier-Rassen. So verteilen sich beispielsweise 99 Prozent aller in Deutschland gehaltenen Schweine nur auf vier Rassen, bei den Rindern sieht es nicht besser aus. Das Ergebnis der industriellen Landwirtschaft ist die massive Reduzierung der genetischen Vielfalt, mit zum Teil schweren Folgen: Die hochgezüchteten Tiere sind meist viel anfälliger für Krankheiten und Streß, Antibiotika in großen Mengen sollen sie fit halten. Der Erhalt der alten Rassen ist daher keineswegs reine Liebhaberei, ihre Gene enthalten Eigenschaften, deren Einkreuzung die Hochleistungsrassen wieder robuster machen können. Die alten Rassen sind überdies perfekt an spezifische Lebensräume angepaßt und können in Gegenden überleben, in denen Turbo-Tiere keine Chance haben.
Die Dokumentation zeigt engagierte Züchter von alten Schaf-, Rinder- und Hühnerrassen, die sich gegen die Profitorientierung in der Landwirtschaft stemmen und sich der (Wieder-)Aufzucht der alten Nutztierrassen verschreiben haben.

Autor : Martin Ehrmann
Kamera : Uli Fischer, Thomas Schäfer
Produktion : ZDF 2006